Welches Gesellschafts- und Wirtschaftssystem?

WirtschaftEs gibt viele Modelle zu verschiedenen Systemen für Gesellschaft und Wirtschaft. Jeder predigt das für ihn passende System. Die Beweggründe dafür liegen in der jeweiligen Sichtweise der Prediger. Ein Börsenguru hat verständlicherweise andere Ansichten als ein Industrieller, ein Banker oder einfacher Arbeiter. Politiker wiederum sind lediglich am Erhalt ihrer Position und den damit verbundenen Futtertrögen interessiert. Bankster und Industrielle sind bestrebt größtmögliche Steigerungen des Profits zu erzielen. Daraus folgt, die Interessen der Allgemeinheit, also der tatsächlich Leistung erbringenden und Wert schaffenden, bleiben auf der Strecke.

Dazu kommt noch, das durch die betriebene Globalisierung die Lebensgrundlage der Wert schöpfenden Arbeiterschaft in den hiesigen Ländern gezielt zerstört wird. Mit der Verlagerung der Produktion in Länder mit billigstem Lohngefüge und übelsten Arbeitsbedingungen wird die einheimische Wirtschaft zugrunde gerichtet. Hinzu kommt eine ungezügelte Einwanderungspolitik, welche die Schraube der Einkommen weiter nach unten dreht. Und im Verbund mit einer immer höheren Staatsquote wird der kleine Mann, bzw. Frau geschöpft. Was soll bei einer Staatsquote von über! 50% auch noch übrig bleiben? Wer es nicht glauben will, der schaue beim Bund der Steuerzahler nach. Und wie zum Hohn lamentiert die Politik über eine zu geringe Binnennachfrage. Der Verursacher der Misere beklagt sich über selbige. Verrückter geht es kaum, möchte man meinen. Es sei daran erinnert, das es „unsere“ Volkszertreter immer wieder schaffen, dem Verwerflichen noch eines drauf zu setzen.
Damit soll die Kritik erst mal enden, auch wenn es noch viel dazu zu sagen gäbe. Kritik ist die eine Sache und jeder kann nörgeln. Die andere Seite ist, Vorschläge zu unterbreiten, wie ein zukünftiges Gesellschafts- und Wirtschaftssystem aufgebaut sein sollte, welches niemanden benachteiligt.
Es gibt viele Modelle von gelehrten Menschen. Die einen fordern Freigeld für alle usw. Meiner Meinung nach nicht machbar. Die Geschichte unserer Vorfahren lehrt uns, wie eine funktionierende Wirtschaft beschaffen ist. Und das ist kein Geheimnis. Unsere Vorfahren betrieben eine Wirtschaft, die sich an regionalen Bedürfnissen orientierte. Will sagen, der Bauer im Dorf brauchte z.B. den Schmied und weitere Gewerke und die Handwerker wiederum brauchten den Bauern, der z.B. Lebensmittel für die Leistung gab. So ein raumgebundener Wirtschaftskreislauf bringt Auskommen für Alle. Jeder trägt seinen Anteil zum Funktionieren bei und kann davon unbeschwert leben. So ein Dorf oder auch eine Stadt lebt mehr oder weniger aus sich selbst heraus. Die nicht selbst benötigte, also überschüssige Erzeugung, kann gegen in der Region nicht erzeugbare Waren getauscht werden. Dieser Tausch von Waren und Dienstleistungen erfordert ein akzeptiertes und vor Allem werthaltiges Tauschmittel.
Für was in aller Welt brauchen wir Globalisierung im heutigen Sinne? Oder Börsen? Börsen sind eh das ultimative Betrugsinstrument an der Menschheit.
Viel besser ist es, den Gepflogenheiten unserer Urahnen zu folgen, eine regional orientierte Wirtschaft und einen ehrlichen Handel mit anderen Völkern zu betreiben! So kompliziert ist die Sache nicht. So eine raumorientierte Wirtschaft braucht kein ständiges Wachstum, wie uns immerzu eingebleut wird. Der Zwang zu ständigem wirtschaftlichen Wachstum ist dem Zinsesszinssystem geschuldet. Womit wir bei dem nächsten Thema wären. Dem Geldsystem. Die Übel, die zu den jetzigen Verwerfungen im Finanzsystem führten, sind zügellose Vermehrung der Geldmenge und der Zinseszins. Beides gehört radikal beseitigt. Nicht umsonst ist der Zins in mehreren Religionen kategorisch verboten. Durch das System Zinseszins werden Abhängigkeiten geschaffen – von den Geldverleihern, der Ausdruck Wucherer paßt hier allerdings besser. Übrigens hieß früher das Nehmen von Zinsen Wucher. Daher die Bedeutung und entsprechend negative Besetzung des Begriffs. Wenn einer Geld verleiht, soll dieser dafür auch eine Entschädigung erhalten, meinetwegen eine Aufwansentschädigung, aber keine Zinsen! Besser man läßt das Leihen von Geld ganz und gar sein. Merke: Borgen macht Sorgen. So der Volksmund.

Fritz Vogtländer

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