Arm, ärmer, Deutsch?

Schenkt man der Politik und den Medien Glauben, dann leben wir quasi in einem Schlaraffenland. Man wird nicht müde, unseren Landsleuten ständig zu sagen, das wir bei Einkommen und Wohlstand an der Spitze stehen. Abgesehen von natürlich wenigen Ausnahmen. Es wird von einer gigantischen Sparquote gesprochen und das die Deutschen Unsummen auf der hohen Kante haben. Die Altersbezüge sind sicher, genau so wie die Spareinlagen – sagt die Politik und die Medien blasen selbstredend das selbe Horn. Also alles fein und schick. Sagen wenigstens unsere Volks(zer)verteter.
Dem deutschen Michel kommt dies allerdings seltsam vor. Bei den meisten ist das Portemonnaie mittlerweile aus Zwiebelleder und ein Blick in selbiges treibt vielen das Wasser in die Augen. Wie kann das sein, da die Wirtschaft doch so brummt? Die Arbeitslosigkeit nach Angaben aus Berlin sinkt und so niedrig ist wie schon lange nicht mehr!

Dieses Rätsel muß doch zu lösen sein. Versuchen wir es einfach einmal, denn so schwierig sollte es nicht werden.
Kanzler Schröder mit seiner Agende 2020 gab den Startschuß für diese leidvolle Entwicklung ab. Durch die unter seiner Regentschaft eingeführten Hartz-Gesetze mit der damit verbunden Pflicht jede zumutbare Arbeit zu Hungerlöhnen an zu nehmen, setzte den Preisverfall bei den Löhnen in Gang. Der nächste Schritt in Richtung Abgrund für den vom Lohn abhängigen Deutschen war die Einführung der Zeitarbeit. Eher mit moderner Sklavenhalterei zu vergleichen. Hinzu kommt die von den Neokons durchgesetzte Globilisierung mit Aufhebung praktisch aller Schranken und Schutzmechnismen. Was dazu führt, das Produktion und damit Wertschöpfung in die Teile der Welt verlegt wird, welch die niedrigsten Standards und damit die geringsten Lohnkosten haben. So wird der Druck auf den Preis der Arbeit systematisch erhöht. Von Seiten der Herrschenden heißt es nur, wir seien zu teuer. Natürlich immer verbunden mit dem Hinweis auf die niedrigen Einkommen in den Billiglohnländern. Das man hier zu Lande von derart geringen Einkommen nicht überleben kann, wird selbstredend nicht erwähnt. So steigt der Anteil von verharmlosend genannten prekären Beschäftigungen ständig an. Diese Leute müssen zu ihren teilweise in Vollzeitbeschäftigungen erzielten Einkommen Leistungen zum Lebensunterhalt beantragen. Auf der anderen Seite steigen die Gewinne der Unternehmen und die Bezüge der Bosse ins schier unermessliche.
Doch zurück zu den Aussagen der uns Regierenden (Ist da nicht das Wort Gier enthalten?) über die ach so reichen Deutschen. Wie sieht der Vergleich innerhalb der EU aus? Dazu einige Statistiken von Eurostat, die für sich selbst sprechen. Zuerst schauen wir auf die Entwicklung der Löhne.

Löhne

 

Entwicklung Löhne

 

Die deutschen Lohnempfänger finden sich am Ende der Tabelle wieder. Nur noch von Griechenland und Portugal unterboten. Werden die Löhne mit Produktion der Industrie in Beziehung gesetzt, hält der deutsche Arbeiter mit beachtlichem Abstand eisern die rote Laterne.Lohnentwicklung zur Produktion

So erklären sich die gigantischen Gewinne der Konzerne. Die steigende Produktivität geht nahezu spurlos an den Wert schaffenden vorbei direkt in die Taschen der Unternehmer und Aktionäre.
In Sachen der Entwicklung der Wirtschaft findet sich unser Land im unteren Drittel, was sicherlich von EU unseren Volkszertretern so gewollt ist. Unsere Nachbarn fürchten ein wirtschaftlich starkes Deutschland. Nicht wegen einer angeblichen Bedrohung des Friedens, sondern der eigenen nicht nur wirtschaftlichen Vormachtstellung auf dem Kotinent.
BIP EU

Die Summe dieser Tatsachen spiegelt sich natürlich in den Geburtenraten wieder. Wenn ein Kind ein Armutsrisiko darstellt, bleibt aus diesen wirtschaftlichen Zwängen der Kinderwunsch unerfüllt. Besonders ausgeprägt in Deutschland und von der Politik nach Kräften befördert. Man schaue sich nur den dazu inszenierten Kult um Schwule und Lesben und den Gender – Wahnsinn an.
Fruchtbarkeitsraten
KinderloseFrauen

Die Entwicklung der Renten sieht natürlich ähnlich düster aus in Deutschland, wie nachstehende Grafiken zeigen.
Nettorente-letztesEinkommenhalbes

Entsprechend ist auch die Verteilung des Vermögens und der Besitz von Wohneigentum.

Vermögensverteilung

WohneigentumDas Deutschland ein Hochsteuerland ist, hat wohl schon jeder am eigenen Leib erfahren müssen. Doch wie sieht es bei der Besteuerung von Vermögen im europäischen Vergleich aus? Nachfolgende Grafik bringt es ans Licht.

Steuern auf Vermögen

Steuern auf Vermögen1

Hier ist sehr schön zu sehen, das Vermögen und große Erbschaften in unserem Land, milde ausgedrückt, zurückhaltend zur Finanzierung der staatlichen Ausgaben heran gezogen werden. Mit Abstand den größten Brocken hat die so schon gebeutelte Bevölkerung zu tragen. So wundert es auch nicht, das Deutschland bei von Armut gefährdeten Bürgern ebenso einen traurigen Spitzenplatz einnimmt.

armutsgefArbeiter

Fall manch einer die Überschrift anfangs als Übertreibung betrachtete, sollte er nun eines Besseren belehrt sein. Leider. Unser Land ist zum Sozialamt der Welt mutiert, mit weltweit einmaligen Leistungen für Fremde hier und in aller Herren Länder. Im Gegenzug bleiben den Einheimischen nur noch Brotkrumen. Und selbst diese sind dem Deutschen nicht sicher. Winston Churchill sagte einst: „Wir werden Deutschland auspressen, bis die Kerne krachen.“. Wie lange will der Deutsche sich das noch gefallen lassen?

Fritz Vogtländer

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.