Rente mit 85?

Ein Funktionär des BDI (Bund deutscher Industrie) hat kürzlich einen

Quelle: janson-karikatur.de

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ungeheuerlichen Vorschlag unterbreitet. Fordert dieser Mensch tatsächlich ein Eintrittsalter für die Rente von 85 Lebensjahren!!!  Dieses Ansinnen scheint den Boden für die Politik bereiten zu  sollen. Man will schließlich als Politiker auch nach der nächsten Wahl an den Futtertrögen verbleiben können.

Um so weniger sollte es verwundern, das seitens der Politik lediglich eine

Quelle: pinstake.com

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„moderate“ Anhebung auf 70 Jahre gefordert wird. Das Schöne daran, der Politiker weist den BDI in die Schranken und man steht vor dem Wahlvieh gut da. Dermaßen gezinkte Karten sucht man in der ärgsten Falschspielerhölle wohl vergeblich.
Die Begründung derartig schwachsinnigen Ansinnens wird mit steigender Lebenserwartung begründet. Stimmt es wirklich, das die Menschen immer älter werden? Ein Blick in die Lokalzeitung auf die Traueranzeigen sollte genügen. Nur sehr wenige Menschen erreichen ein Lebensalter von 85 Jahren. Selbst 70 Lebensjahre sind leider sehr vielen von der Natur nicht vergönnt.
Was wissentlich verschwiegen wird ist, das statistisch die Menschen wohl immer älter werden, aber nur weil die Serblichkeit von Kindern konstant sinkt. Damit steigt im Durchschnitt das Lebensalter. Statistisch, aber nicht real.
Die heutigen, von den Herrschenden herbei geführten Lebensumstände fordern zudem ihren Tribut. Streß und Hektik, fehlende ausreichende Erholungsphasen setzen den Leuten zu. Dazu kommen die in industriell hergestellten menschlichen Futtermitten enthaltenen chemischen Zusätze, die giftig auf den menschlichen Organismus wirken. Wohldosiert entfalten sie ihre Wirkung nach Jahren und führen häufig zu vorzeitigem Ableben. Jeder, der nicht in den Genuß kommt, seine bezahlte Rente zu erleben, ist ein Gewinn für das System. So bleibt das über jahrzehnte abgepreßte Geld dem System. Das Rentensystem müßte wegen der jetzt schon hohen Einstiegsgrenze verbunden mit der leider häufig frühen  Sterblichkeit auf einem Berg an Geld sitzen.
Eine beispielhafte Rechnung soll dieses veranschaulichen. Ausgehend von den „moderaten“ 70 Jahren als Eingtrittsalter für die Rente ergeben sich beispielhaft für einen Beschäftigten mit Abgang zehnte Klasse und darauf folgender dreijähriger Lehre 51 stolze Beitragsjahre. Das Modell des BDI schlägt damit mit sage und schreibe 66 Beitragsjahren alle Rekorde. Weltweit. Das Beispiel nimmt 2500 € brutto im Monat an. Der Beschäftigte bekommt 233,75 € Beitrag für die Rentenversicherung abgezogen. Macht im Jahr 2805 €. Ohne den Anteil der Firma. So zahlt der Beschäftigte in seiner Lebensarbeitszeit in 51 Jahren 143055 € ein. Im Falle der vom BDI geforderten Lebensarbeitszeit bis 85 Jahre summiert sich der Beitrag auf schiere 185130 €. Mit dem Anteil, den die Firma zahlen muß, verdoppelt sich die eingezahlte Summe. Nach heutigem Stand erhält der Pensionär in diesem Beispiel eine monatliche Rente von lausigen 366 €. Das Modell ist linear und berücksicht keine Anpassungen oder Inflation. Rechenmodelle mit der höheren Zahl der Beitragsjahre gibt es noch nicht. Bleiben wir also Beispielhaft bei einer monatlichen Rente von 366 €. Nur um die vom arbeitenden Menschen eingezahlten Beiträge zu verbrauchen, muß es der Mensch schaffen, bei Altersgrenze 70 Jahre rund 390 Monate Rente zu beziehen. Also etwa 32 Jahre. Mit 102 Lebensjahren sind nur die vom Lohn einbehaltenen Beiträge aufgebraucht. Bei Rentenbeginn 85 Jahre kommen knapp 506 Monate zusammen. Das sind rund 42 Jahre! Der eigene Anteil wäre erst in einem Alter von biblischen 127 Jahren aufgebraucht. Ohne den Anteil der Firma! Bisher gab es wohl keinen Menschen, der 120 Jahre oder älter geworden ist. Selbst 100 Lebensjahre stellen die absolute Ausnahme dar. So betrachtet ist Rentenversicherung ein Geschäft mit gigantischen Gewinnen.
Wo gehen diese Summen hin, wofür werden sie verwendet? Auskunft darüber bekommt man nicht. Bei den Rentnern kommt davon jedenfalls nichts an.
Der Verdacht des Betruges am deutschen Pensionär drängt sich zwingend auf.

Fritz Vogtländer

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