Ist Bargeld gefährlich?

BargeldOb Bares gefährlich ist, hängt entscheidend vom jeweiligen Standpunkt des Betrachters ab. Für die Mehrheit der Menschen ist Bargeld alles andere als gefährlich. Bares ist generell die beste Variante,finanzielle Transaktionen zu tätigen. Nur für einen Mitspieler könnte Bargeld echt gefährlich werden. Doch der Reihe nach.
In letzter Zeit wird vermehrt versteckt für eine Abschaffung des Bargeldes geworben. Ein erster Schritt in die „richtige“ Richtung scheint getan. In der EU ist 500€-Scheinman sich einig, der 500€ – Schein muß weg! Dieser soll anscheinend die Wurzel allen Übels darstellen. Freilich stellt dies lediglich den Anfang dar. So zu sagen ein Testballon, mit welchem die Reaktionen auf ein derartiges Ansinnen getestet werden soll.

Die zweite Komponente hier im Spiel ist die langjährig erprobte und bewährte Salamitaktik. Diese Taktik ist wie eine schleichende Vergiftung, bei der das Opfer langsam aber sicher mit kleinen Dosen einer Substanz in einen gewünschten Zustand versetzt werden soll. So auch in diesem Fall. Entsprechend fallen die angeführten Vorteile aus, die eine Abschaffung dieses Geldscheines und später dem Bargeld insgesamt mit sich bringen. Der Leser oder Zuhörer muß zu dem Schluß kommen, damit wird die globale Gerechtigkeit geschaffen. Kriminalität, Korruption und Steuerbetrug wird der Boden entzogen. So die Gelehrten aus den Elfenbeintürmen. Das derlei Begründungen alles andere als Stichhaltig sind und jeder Realität spotten ist selbst einfach gestrickten Zeitgenossen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kaum entgangen. Weder wird sich der Kriminelle an der Abschaffung der Banknote stören, noch wird damit der Steuerbetrug eingedämmt. Zumal wenigstens in deutschen Landen die Einhebung von Steuern reineweg bargeldlos erfolgt. Damit sind die beiden ersten Rechtfertigungen der Lächerlichkeit preis gegeben. Bleibt die Korruption. Ob die großen Scheine bei den Korrumpierten sich so großer Beliebtheit erfreuen, ist ungewiß. Denn der Fünfhunderter glänzt wegen der vielen im Umlauf befindlichen Kopien vom Original nicht gerade mit Beliebtheit. Eher verhält es sich bei den meisten Gelegenheiten so, das das geschäftliche Gegenüber einen 500€ – Schein ansieht, als wäre es Gift. Ansonsten dürfte den Anhängern des Schmiergeldes ziemlich egal sein, welche Scheine sich im Päckchen befinden. Hauptsache echt und reichlich. Korruptionsbekämpfung? Fehlanzeige! Damit haben sich die Hauptgründe für die Abschaffung der größten Eurobanknote und des Bargeldes an sich in Luft aufgelöst. Klar ist, am Ende soll das Aus für Bargeld stehen. Um zu verstehen, warum bestimmte Kreise auf Kriegsfuß zum Bargeld stehen, muß die Frage gestellt werden: Wem nützt es? Wer also hat einen Vorteil davon, wenn statt mit Bargeld nur noch mit Plastikgeld bezahlt werden kann? Beworben wird dies von den daran interessierten Kreisen ähnlich wie die Abschaffung der 500€ – Note. Erweitert wird die Werbekampange durch „Vorteile“ wie keine Angst mehr vor Raubüberfällen haben zu müssen. Der Täter könne doch keine Beute mehr machen. Genau so wäre es nicht mehr möglich, Geld unterwegs zu verlieren, da doch alles in elektronischer Form sicher bei der Bank liegt. Weiter führen die Banken ins Feld, das die durch das Bargeld verursachten Kosten wegfallen und die Banken damit in die Lage versetzt werden, ihre Leistungen den Kunden günstiger anbieten zu können. Wer’s glaubt……
Die Vorteile für Banken und Regierungssystem verschweigt man schamhaft. Denn des Einen Vorteil ist naturgemäß des Anderen Nachteil. Und da die an der Abschaffung des Bargeldes interessierten Kreis nicht die daraus ihnen erwachsenden Vorteile in der Öffentlichkeit verbreiten werden, wird dies an dieser Stelle geschehen. Im vorangehenden Absatz sind die Profiteure einer bargeldlosen Welt, oder meinetwegen EU, benannt. Für die Politik ist besonders reizvoll und verlockend, ihre Bürger noch lückenloser überwachen und ausspähen zu können. Jede Transaktion und bewegen sich diese nur im einstelligen Pfennigbereich, werden offenbar. Es gibt keine Möglichkeit mehr, z.B. eine Schachtel Streichhölzer zu kaufen, ohne das es der große Bruder weiß. Pech für den Käufer der Streichhhölzer wenn in zeitlicher und örtlicher Nähe z.B. ein Invasorenheim in Rauch aufgeht. Automatisch gerät er ins Visier der Ermittler. Wozu braucht denn der Mensch sonst in der Nähe eines Invasorenlagers Streichhölzer? Jedwede finanzielle Aktivität hinterläßt eine digitale Spur. Diese Spur bleibt sogar über das Leben des Menschen hinaus erhalten. Speicherplatz ist billig wie nie und wird immer billiger. Parallel dazu steigen die speicherbaren Datenmengen explosionsartig. Daraus folgt dann, das Regierungssystem weiß alles über Dich und vergißt auch nichts. Selbst die Urenkel laufen Gefahr, mit Verfehlungen der Ureltern konfrontiert zu werden. Etwas undurchsichtiger sind die Vorteile für die Banken. Wobei hier in diesem Fall fast von einem bargeldlosen Muß gesprochen werden kann. Bedingt durch negative Zinsen ziehen die Kunden vermehrt ihr Geld von den Instituten ab. Verstärkt wird diese Fluchtbewegung der Bürger durch die am 1.1.2016 in der EU eingführte „Bail-in“ Verordnung. Diese besagt, das Banken, so sie in Schieflage geraten, sich an den Einlagen ihrer Kunden schadlos halten können. So gesehen brauchen die Banken das Verbot des Bargeldes für ihr eigenes Überleben zwingend. So wird der einzige Fluchtweg der Kunden, ihr Erspartes vor den gierigen Fingern der Bankster zu retten, versperrt. Damit sitzt der sprichwörtliche kleine Mann in der Falle. Es ist ihm nicht möglich zu entweichen. Eine Möglichkeit bleibt dem kleinen Mann, indem er z.B. Edelmetall kauft. Am Besten, so lange der Kauf noch in Bar abgewickelt werden kann. Danach ist es dem System bekannt und kann konfisziert werden. Darum merke: Bargeld ist ehrlich, Bargeld ist neutal und das Wichtigste – Bargeld ist anonym! Woraus folgt, das nur unehrliche und parteiische Menschen, die selbst Anonymität schätzen gegen das Bare sind. Denn Buchgeld, auch Giralgeld genannt, ist kriminell.

Fritz Vogtländer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.