Alternative Systempartei für Deutschland?

Ich war dabei und konnte mich nur wundern! Dort, wo sonst die Spitzen des Systems beim Bundespresseball am Hummerschwänzchen knabbern und das Tanzbein schwingen, wurde sie jetzt endlich gegründet: die neue Partei, die das BRD-Parteiensystem komplettieren soll. Freilich ist es noch gar nicht solange her, daß der CDU-Abweichler René Stadtkewitz am gleichen Ort seine Freiheitspartei gründete. Auch da waren 1000 Personen da, die von einem nicht mehr zu verhindernden Einzug in das Berliner Abgeordnetenhaus träumten und in ihrer selbst erzeugten Aufbruchsstimmung schwelgten. Nachdem man sich mit 0,9 % noch weit hinter der Berliner NPD anstellen durfte, hört man vom israelfreundlichen Deutschlandretter Stadtkewitz nichts mehr.
 
Nun also die Alternative für Deutschland (AfD). Konnte man vorher noch glauben, auch das würde wieder so kurzlebig wie schon früher der Bund freier Bürger (BfB), die DM-Partei und all die anderen konservativ-liberalen Neuparteien, ist jetzt klar, welches Spielchen gespielt wird. Angesichts der Abstiegsängste des Mittelstandes, der Finalitätskrise des Euro und zahlreicher anderer Probleme ist ein bürgerliches Protestpotential herangewachsen, das von den Blockparteien nicht mehr erreicht wird und eine kritische Masse von etwa 20% der Wahlberechtigten ausmacht. Bevor hier irgendwelche unkontrollierbaren Dinge passieren und die Bürger national wählen, muß dieses Wählerpotential kanalisiert werden. Das geht nicht mehr anders als durch eine neue medienhofierte Partei.
Die Gründung der Partei erfolgte bereits am 6. Februar 2013. Praktischerweise. Denn so konnten innerhalb eines Tages alle wichtigen Entscheidungen durchgepeitscht werden. Daß eine Partei, die sich für direkte Demokratie einsetzt (eine populistische Wurst, die offenbar jeden nicht wählenden Hund hinter dem Ofen vorlocken soll), so undemokratisch vorgeht wie die AfD, das kann man nur dreist nennen. So führt den Parteitag über weite Strecken nicht das gewählte Tagungspräsidium, sondern der Parteivorstand selbst, das gilt sogar für die Abstimmungen über die Satzung. Welcher Kandidat für den Vorstand sich vorstellen darf und welcher nicht, wird vollkommen willkürlich entschieden. Auch Finanz- und Schiedsordnung werden im Schweinsgalopp durchgewunken.  Müßte die undemokratischste Partei verboten werden, die AfD wäre der erste Kandidat. Grotesk ist die Verabschiedung des Programms. Lucke: „Wir beschließen das Wahlprogramm, bevor wir es diskutieren. Dann haben wir am Ende auf jeden Fall ein beschlossenes Wahlprogramm, egal, welchen weiteren Verlauf der Parteitag nimmt.“ Die meisten, die dafür stimmten, hatten das Programm noch nicht einmal gelesen, was laut Lucke auch nicht nötig sei, denn es stünden ohnehin nur Selbstverständlichkeiten darin, denen jeder zustimmen kann und muß.
Wer daran zweifelte, daß diese Neugründung ernstzunehmen ist, dem wurden beim 1. Bundesparteitag der AfD die Augen geöffnet. Eine mediale Hofberichterstattung deutet darauf hin, daß das System die Gründung dieser Partei protegiert. Auch die Mitteilung des Schatzmeisters, die Partei habe bereits um die 50.000 Euro ausgegeben (etwa für die Anmietrung des kostspieligen Tagungsorts) und dennoch um die 300.000 Euro in der Kasse, läßt aufhorchen. Woher stammt das Geld? Vom ehemaligen Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Hans-Olaf Henkel, stammt das Geld wohl nicht. Der gab zwar zu Beginn der Tagung AfD-freundliche Interviews, war dann aber rasch verschwunden. Dem Vernehmen nach möchte er nicht in der ersten Reihe der Partei stehen, wohl auch, weil seine Idee der Gründung eines „Nord-Euro“ im Vorfeld keinen Anklang fand.
Kritik an der Überfremdung wird beim AfD nicht laut, im Gegenteil. Wohl um keine schlechte Presse zu bekommen, weist man darauf hin, daß man Asylbewerbern das Recht auf Arbeit einräumen möchte. Na, dann ist ja für alle gesorgt…
Der NPD dürften erst einmal kurzfristig die bürgerlichen Protestwähler abhanden kommen. Gravierender werden aber die Stimmenverluste der Union und der FDP sein. Die Wochenzeitung „Freitag“ dürfte die Bedeutung der neuen Partei richtig einschätzen: „Die ,Alternative für Deutschland‘ ist gefährlicher als jede andere rechtspopulistische Partei, weil sie sich als parlamentarischer Arm der Familienunternehmer formiert. (…) Die organisierten Familienunternehmer als ,Klassenfraktion für sich‘ verkörpern diesen feudal-bürgerlichen Familialismus.“
Ob das System nach dem zu erwartenden Bundestagseinzug der AfD die Seifenblase wieder platzen lassen wird oder die weitere Ausfächerung des Parteiensystems auf Dauer gewollt ist, bleibt abzuwarten.
Jedoch warten wir nicht tatenlos ab. Aufgrund der Verfolgung durch das System konnten viele unserer Mitstreiter nicht in die NPD eintreten, andere blieben gewollt parteifrei. Einige unserer Kameraden sind bereits Mitglied der AfD und beobachten die Dinge von innen – so wie bereits am Sonntag in Berlin.
Ein Augenzeugenbericht
von Uwe Meenen
stellvertretender NPD-Landesvorsitzender Berlin

3 Gedanken zu „Alternative Systempartei für Deutschland?

  1. Die „AfD“ ist weder eine „Alternative“ noch „für Deutschland“, sondern einzig und allein deshalb gegründet worden, um die wachsende Zahl von Unzufriedenen und System-Geschädigten einzubinden und ihnen eine scheinbare Altenative anzubieten, besser vorzugaukeln, damit diese Wähler nicht auf „dumme Gedanken“ kommen und evtl. sogar mal verstärkt eine nationale Partei wie die NPD unterstützen könnten. Das Volk wird wie immer darauf hereinfallen. Die „AfD“ wird sich nach einem (gewollten) Einzug ins Parlament nach kurzer Zeit den gleichgeschalteten Parteien nahtlos anpassen.

  2. Ich möchte wetten, daß das Geld von der INSM kommt. Mit anderen Worten: Dieser „Think Tank“ hat sich einen politischen Arm geschaffen…

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