AFD- Hoffnung oder Sackgasse?

SackgasseVor gut einem Jahr hat die neue Partei einen recht erfolgreichen Start hingelegt. Es gab reichlich Vorschußlorbeeren, aber auch mahnende Stimmen darüber, ob denn hier wirklich eine ernst zu nehmende Oppositionspartei entsteht.

Mittlerweile gibt es flächendeckend Landesverbände mit Untergliederungen. Die Mitgliederzahl liegt bei rund 20.000. Der Erfolg von 4,8% bei der Bundestagswahl spült auch genügend Geld in die Kasse, um politisch arbeiten zu können.

Was will diese Partei aber jetzt genau? Sie wird als Euro-kritische Gruppierung wahrgenommen und belegt damit auch ein großes Wählerpotential. Die Deutschen sind nie zum Euro und der EU befragt worden und eine Mehrheit vertritt kritische oder ablehnende Positionen dazu. Der Parteivorsitzende Prof. Bernd Lucke hat sich in den Medien auch schon einige Male recht erfolgreich gegen die Meute der EU-Befürworter behaupten können.

Wieso lehnt aber genau dieser Vorsitzende nach der Europawahl eine Zusammenarbeit mit anderen EU-kritischen Parteien, z.B. Front National aus Frankreich, ab? Ohne Kräftebündelung funktioniert auf dieser politischen Bühne nichts. Mit vorab getätigten Aussagen nimmt man sich jede Möglichkeit zu späteren Verhandlungen. Man zerstört ohne Not die evtl. sinnvollen Gemeinsamkeiten mit anderen Parteien.

Allein die Teilnahme an einer Veranstaltung mit dem bekannten EU-Kritiker Nigel Farrage aus England brachte einem NRW-Vorstandsmitglied eine Rüge von der Parteiführung.

Wieso wird auf Wahlwerbung bei dem Wort Deutschland um das E und das U eine EU-Fahne darum abgebildet? Bei einer wirklich kritischen Haltung macht man nicht noch Werbung für die Institution, die man massiv kritisiert.

Wieso betont diese Partei permanent die geradezu panische politische Abgrenzung nach rechts und links? Eine Mitgliedschaft bei REP, NPD, DVU – auch wenn sie Jahre her ist- reicht aus, um nicht als Mitglied aufgenommen zu werden. Ehemalige Kriminelle haben es in dieser Partei leichter als ehemalige Aktivisten heimattreuer Vereinigungen. Spenden von diesen Personen sind aber sehr wohl willkommen- das nennt man Heuchelei!

Wäre es nicht allerhöchste Zeit für eine Partei, in der alle Deutsche willkommen sind, egal woher sie kommen. Wichtig ist doch nur, welcher politische Weg gemeinsam gegangen werden soll!

Die extreme Abgrenzung kann doch nicht nur in einer Angsthaltung gegenüber den überwiegend linken Staatsmedien begründet sein. Jeder politische Aktivist weiß, daß jegliche Kritik an EU, Euro, Masseneinwanderung möglicher Asozialer, Geschichtsschreibung und antideutscher Politik sofort mit übelster Pressehetze beantwortet wird. Davor ist auch die AfD nicht zu schützen. Wer politisch kämpfen will, muß klare Positionen beziehen und bekommt auch Gegenwind.

Die Frage nach der tatsächlichen Souveränität der BRD wird auch von Prof. Lucke nicht angetastet. Dabei drückt hier die Wahrheit massiv ans Licht, selbst Dr.Gysi von der Linkspartei hat im Bundestag offen danach gefragt. Die von Schäuble getätigte Aussage über die mangelnde Freiheit der BRD  auf der internationalen Bankenkonferenz ist mittlerweile ein Klassiker bei youtube im Internet.

Auf der Aschermittwochsveranstaltung der AfD in Osterhofen, Niederbayern, begrüßte Prof. Lucke ausdrücklich den anwesenden amerikanischen Konsul! Im besten Fall sind die beiden Herren befreundet. Es könnte aber auch sein, daß hier eine Kontrolle stattfindet, ob die AfD auch „demokratietauglich“ im Sinne der US-Besatzer ist.

Gerade die aktuelle Ukraine-Krise zeigt die ganze speichelleckerische und amerikahörige Haltung der BRD-Politschranzen und des ganzen verlogenen Medienapparates. Echte Oppositionsparteien hatten bislang in dieser Republik von Amerikas Gnaden keine Chance auf Entfaltung.

Der Druck der AfD Parteibasis auf Bernd Lucke scheint mittlerweile auch massiv zuzunehmen. Es gab bereits spektakuläre Rücktritt in den Führungsriegen mehrerer Landesverbände. Hintergrund soll der diktatorische Führungsstil von Lucke sein. Ein Antrag des Bundesvorstandes auf dem Parteitag in Erfurt, der dem Vorsitzenden mehr Rechte und Einmischung in die Landesverbände ermöglicht hätte, fand keinerlei Rückhalt in der Parteibasis.

Ganz offensichtlich bricht sich in der Mitgliederschaft der Wunsch nach nationaler Politik Bahn und wird von der Führung verhindert. Soll die AfD am Ende nur ein Ersatz für die abgewirtschaftete FDP werden? So eine Partei braucht niemand mehr! Parteien, die Politik gegen Deutschland machen und alles Fremde bevorzugen und bezahlen, haben wir schon zu genüge in einem kaum noch unterscheidbaren Politkonstrukt namens CDUCSUSPDFDPGRÜNE. In der glücklicherweise verblichenen DDR waren die kaum unterscheidbaren Parteien in der SED zusammengefasst worden. Das war ehrlicher und zeigte den wahren Wert dieser sogenannten Demokratie und ihr wohlverdientes Ende.

Die AfD muß sich entscheiden. Im jetzigen Zustand soll sie ganz offensichtlich nur Stimmen von rechts absammeln und in einer politischen Sackgasse versickern lassen. Wer die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat, mit Wahlen etwas verändern zu können, der mache sein Kreuz bitte direkt bei der einzigen nationalen Alternative.

Ulrich Pätzold