Warum Ungarn so gewählt hat

Heute habe auf ich freies-oesterreich.net diesen Beitrag mit der übersetzten Rede des ungaischen Präsidenten Viktor Orban gefunden. Was Orban da sagt ist so fundamental, das ich dies der werten Leserschaft dieser Seite nicht vorenthalten will.
Quelle

Warum die Ungarn „rechts“ gewählt haben

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=KDsakoJFf5w
Viktor Orban nach dem Wahlsieg: „Wir haben einen klaren Auftrag“

Die westlichen Medien der EU sind empört, weil die Ungarn so gewählt haben, wie sie eben gewählt haben. In den erfolgsverwöhnten Gehirnen westlicher Medien haben die Ungarn – gemäß deren Diktion – „rechts“ gewählt. „Rechts“ als Kampfbegriff für politische Kräfte, die sich nicht bedingungslos dem Ausverkauf von Staats- und letztlich somit Volkseigentum an US-amerikanische Konzerne und die Lobby unterwerfen. „Rechts“ als Diskreditierungsbegriff für eine Politik, der dieser ganze Umvolkungswahn zum Halse heraus hängt und die deshalb auf identitätserhaltende Maßnahmen – gegen unreglementierte Masseneinwanderung – setzt.

In ihrer Panik ignorieren westliche Medien beharrlich die Realitäten.

So wird gleichgeschaltet behauptet, dass die „Wirtschaft“ unter dem Wahlsieg der Regierungspartei Viktor Orbans leiden würde. Der österreichische Staatsfunk ORF textete etwa: „Die Wirtschaft muss Orbans Sieg büßen.“ Der wirtschaftliche Abstieg drohe und Investoren würden zu Hauf Ungarn verlassen. (1) Die links-liberale Zeitung „Der Standard“ schrieb gar vom großen „Bluff“ des populistischen Ministerpräsidenten Orban, der gar „keine Strategie der Nachhaltigkeit“ verfolgen würde. Und „diese Unzufriedenheit der Ungarn könnte irgendwann in politische Aktivität umschlagen.“ (2)

Wer die westlichen Medien richtig interpretiert, kann hier schon den Ruf nach den vom CIA bezahlten Berufs-Revoluzzern heraushören, um eine „orange Revolution“ auch in Ungarn vorzubereiten…

Die Wahrheit liegt hingegen – wie so oft – genau 180% gegenüber:

Die Ungarn bestätigten Orban im Amt vor allem deswegen, weil sie seiner für Ungarn vorteilhaften Wirtschaftspolitik zustimmen und deren Vorteile bereits real verspüren konnten:

  • Die Energiepreise wurden um 20% gesenkt (Westliche Medien nannten das „Brutalität“ gegen arme Energiekonzerne)
  • Eine flache Einkommenssteuer („flat tax“) von 16%, die nächstens auf einen Steuersatz im einstelligen Bereich(!) gesenkt werden soll (3) (natürlich völlig inhuman gegenüber einem vergleichbaren Schlüssel von über 40% etwa in Österreich)
  • Bankensteuer (auch hier: Ungarn hat umgesetzt, was „Sozial“demokraten im Westen stets nur bei Wahlkämpfen versprachen)
  • Rückzahlung aller Schulden an den IWF und Verzicht auf alle IWF-„Hilfen“
  • Rausschmiss international-kapitalistischer Ausbeuter-Konzerne wie Monsanto
  • Rechtliches Vorgehen gegen ausländische Landräuber (Konzerne und reiche Privatiers)
  • Staatliche Zuschüsse für kleinere und mittlere Unternehmen, zB das Szechenyi-Programm

Dazu kommt, dass auch unabhängige ausländische Wirtschaftsbeobachter die Lage Ungarns äußerst positiv beurteilen:

„Die ungarische Wirtschaft ist auch im vierten Quartal 2013 deutlich gewachsen.“ (4)

Und schließlich wirkt sich auch die wirtschaftliche Kooperation mit Putin-Russland bereits positiv auf die Auftragslage von ungarischen Produktionsstätten aus. (5)

Kurzum: Ungarn ist auf dem Weg nach oben, und Ungarn ist vor allem auf dem Weg zur Schuldenfreiheit!

*   *   *

Ein ganz aktueller Nachtrag:

Analysten des ungarischen Instituts „Republikon“ ließen gestern mit einem Bericht aufhorchen, welcher der ungarischen „vereinigten“ Linken nichts Gutes verheißt: sie könne entweder dem „polnischen Beispiel“ folgen, der völligen Vernichtung anheimfallen und somit den Weg für die zwei verbleibenden rechten Parteien freimachen, oder bestenfalls – dem „bayrischen Modell“ entsprechend – als unbedeutende linke Flanke neben einer starken rechten Zentralmacht eine untergeordnete Existenz weiterführen. (6)

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(1) http://orf.at/stories/2225210/
(2) http://derstandard.at/1395364472498/Orbans-Triumph-mit-Verfallsdatum
(3) http://budapesttimes.hu/2014/01/19/lower-tax-carrot-is-vote-grabber/
(4) http://www.godmode-trader.de/analyse/eurhuf-ungarische-wirtschaft-waechst-kraeftig,3663477
(5) Vgl. http://freies-oesterreich.net/2014/02/15/viktor-orbans-ungarn-wendet-sich-putin-zu/
(6) Meldung der ungarischen Nachrichtenagentur MTI, zitiert bei http://www.xpatloop.com/news/76600