ZDF Propaganda für T€uro

Neulich war ich bei Verwandten und da lief im Fernsehen bei ZDF die Sendung WISO. Nun gehöre ich nicht zu den Leuten, die sich vor die Glotze setzen, um sich berieseln zu lassen. Statt sich der Manipulation durch die Systemmedien hin zu geben, lese ich lieber ein gutes Buch, oder alternative Seiten im Weltnetz. In diesem Fall aber, zog der Titel der Sendung im ZDF mein Interesse auf sich. Ich konnte es kaum glauben, es ging um den Ausstieg der BRD aus dem Euro, wenn auch nur hypothetisch. So etwas war vor sechs Monaten noch undenkbar.
Kurz gesagt, hat man am Anfang einige Vorteile eines Ausstiegs aus dem Euro beleuchtet. Zu diesen Vorteilen, sind dann propagandistisch sehr geschickt, die Nachteile heraus gestellt worden. Um dies zu untermauern, wurden Fachleute befragt, von denen wohl niemand bisher etwas wußte. Tenor jedenfalls war, das das deutsche Volk nur Nachteile erleiden würde, sollte die D-Mark wieder eingeführt werden. Wer’s selber anschauen will, der klicke auf hier.


Wird Zeit, sich mit dem Thema logisch zu befassen. Dazu ist es nötig, gedanklich in die Zeit vor dem Euro zu gehen. Sind der deutschen Nation Nachteile aus der starken D-Mark entstanden? Weder Privatmann noch Wirtschaft hatten unter der Mark zu leiden. Jedenfalls fällt mir nichts nachteiliges ein.
Gehen wir mal auf das beschworene Horrorszenario ein. Es wird das Schreckgespenst einer ausufernden Arbeitslosigkeit an die Wand geschmiert. Begründet wird dies mit einem Einbruch der Exporte – in diesem Fall festgemacht am Automobilbau. Eine starke Mark treibe die Preise für den ausländischen Markt, was zu sinkender Nachfrage und damit zu Stellenabbau führe.  Kann man diese ZDF – Darstellung einfach so stehen lassen? Ich denke NEIN! Um ein Automobil bauen zu können sind erst einmal die erforderlichen Rohstoffe nötig. Eine starke Mark sorgt für niedrige Preise beim Einkauf. Das sorgt wiederum dafür, das der Preis des Endproduktes nicht oder nicht wesentlich steigt. Voraus gesetzt, der Hersteller gibt diesen Vorteil auch den Kunden weiter und steckt ihn nicht in seine und/oder Aktionär’s Taschen. Zudem gehören deutsche Autos im Ausland schon eh und je zu den teureren Marken und werden der Qualität wegen gekauft. Selbiges Bild ergibt sich in anderen Industriezweigen. Der ausländische Kunde sucht die deutsche Qualität und ist bereit, dafür entsprechend mehr zu investieren. Made in Germany ist halt ein weltweit bekanntes und anerkanntes Qualitätssiegel. Die Kennzeichnung war in England seit 1887 für in den englischen Herrschaftsbereich eingeführte, reichsdeutsche Waren vorgeschrieben (Merchandise Marks Act). Alle aus dem deutschen Reich eingeführten Waren, mußten mit Made in Germany gekennzeichnet werden. Die Briten verfolgten damit das Ziel, deutsche Waren zu boykottieren. Der Schuß ging für die Briten nach hinten los. Statt des erhofften Boykotts stieg die Nachfrage auf Waren aus dem deutschen Reich. Die geplante Brandmarkung wurde zum weltweiten Qualitätssiegel!
Deutschland ist eine Nation von reiselustigen Leuten. Welche Nachteile würden die Reisenden durch eine starke Mark erfahren? Der Flug in ferne Länder wird wegen gesunkener Einkaufspreise für Öl billiger werden. Wieder voraus gesetzt, diese Vorteile werden an den Kunden weiter gegeben und fallen nicht der Profitgier zum Opfer. Im Zielland selbst bescheren, dank starker Mark, günstige Wechselkurse einen preiswerten Urlaub. Nun wird gerne behauptet, die ausländische Tourismuswirtschaft leide unter einer starken Mark. Ist da was dran, oder ist das auch wieder so eine Behauptung aus der T€uro – Kirche. Fest steht, das seit der Einführung des T€uro Reisen immer teurer wurde, wie die Lebenshaltung insgesamt. Reiseunternehmen beklagen Einbrüche bei den Umsätzen. Diese Einbrüche wirken sich genau so auf die ausländische Besucherwirtschaft aus. Ihnen brechen die Einnahmen weg. Mit einer starken Mark kann sich der deutsche Michel endlich wieder seine Urlaubsreise leisten, was in den bereisten Ländern zu mehr Umsatz und damit einher gehend zu Aufschwung führt. Das letzte Argument der Europaten, ist der lästige Geldumtausch. Vor der Einführung des T€uro gab es z.B. Reiseschecks, die in fast allen Ländern der Erde als Tausch- und Zahlungsmittel willkommen waren. Zudem ist es möglich, mit der EC-Karte am Automaten Landeswährung zu bekommen. Einzig die Gier der Banken nach Gebühren verhagelt die Sache.
Glaubt man den Bekundungen aus der €uro-Kirche, dann kommen auf die Reisenden wegen wieder vorhandener Grenzkontrollen Unannehmlichkeiten und Wartezeiten zu. Das mag zum Teil richtig sein. Freien Reiseverkehr gibt es allerdings nur in einem Teil Europas. Und in den Flughäfen wird sowieso kontrolliert und man wird gefilzt wie eh und je. Die Einführung von Grenzkontrollen hat aber auch gute Seiten. Die Kriminalität wird darunter sehr leiden, sicher zur Freude der Bevölkerung. Darüber spricht man in der T€uro-Kirche äußerst ungerne.
Und die Wirtschaft hatte vor dem T€uro den Ecu als Einheitswährung zur Verrechnung.
Was bleibt von dem im ZDF beschworenen Unheil eines wieder Belebens der D-Mark? Im Grunde nichts. Nichts als Panikmache und pure Lügerei. Das Gegenteil ist der Fall. Und sollte tatsächlich einer ein Haar in der Suppe finden, überwiegen die Vorteile dieses eine Haar gewaltig. Nationale Währungen gestatten den Ländern durch Anpassungen der Wechselkurse an ihre wirtschaftliche Leistung, auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch lohnt ein Blick, auf die Staaten, welche nicht in die EU eingetreten sind. Die Eigenstaatlichkeit hat sich für diese Länder, allen Unkenrufen zum Trotze, nicht nachteilig ausgewirkt.
Der T€uro ist von Anfang an eine Fehlkonstruktion. Er zwingt Volkswirtschaften unterschiedlichster Leistungskraft in ein stählernes Korsett. Für die Schwächeren ist der T€uro zu stark und für die Stärkeren zu schwach. So leiden alle unter diesem unsäglichen Konstrukt. Und die Deutschen als Hauptzahler der EU behielten sehr viel Geld im Lande, zur eigenen Verwendung für Land und Leute. Wir sind an jedem Blödsinn, den Brüssel oder die EZB verzapfen, mit 27% der Kosten beteiligt. Bei einer gerechten Verteilung dieser Kosten und derzeit 28 Mitgliedsstaaten, ergibt sich rechnerisch für jeden ein Anteil von 3,57%!!! Man übervorteilt die Deutschen ungeniert mit 23,43%!!! Warum? Und noch schlimmer, Berlin macht mit!!! Sind die nicht von Eides her dem deutschen Volk verpflichtet – und nur diesem? Es stinkt gewaltig. Aus Brüssel, aber genau so aus Berlin. Die Zeit ist überreif für einen starken eisernen Besen, der den ganzen Unrat in den Mülleimer der Geschichte fegt.

Fritz Vogtländer